Besichtigung des HOBBY-Wohnwagenwerkes
Ähnlich beeindruckend wie der Aufstieg von Bill Gates erscheint uns die Geschichte, die der kompetente Führer Peter Saal über den Gründer des Wohnwagenwerkes am 27.09.2010 bei unserer Besichtigungstour erzählt.
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19 Kopfhörer bitte! |
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Mit der technischen Hilfe können alle den interessanten Ausführungen folgen - auch wenn nebenan die Maschinen laufen |
Harald Striewski hat mit dem Bau eines Wohnwagens als Hobby angefangen. Die Anzahl der Mitarbeiter in Fockbek ist von 4 auf nunmehr über 1000 gestiegen. Die braucht man im weltweit größten Wohnwagenwerk, wenn man von den Möbeln bis zu den Gardinen fast alles selbst vor Ort fertigen will.
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Werden auch die Wohnmobile in Schichtarbeit produziert? |
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Und so fühlen wir uns wie bei der Sendung mit der Maus, als wir u. a. live erleben, wie die Polster hergestellt werden. Eine voll automatisierte Maschine schneidet 50 Lagen Stoff zu. Frauen fügen diese Teile und Reißverschlüsse an Nähmaschinen zu einem Polsterbezug zusammen. Ein Mann lässt zwei Schaumstoffelemente durch eine Maschine zusammen pressen. So kann er leicht den Bezug überstreifen. Ein wenig stopfen und zupfen, und der Reißverschluss kann geschlossen werden. Währendessen fertigt ein anderer 3 Stunden am Tag mit Verschnittresten, Ober- und Unterknopf die passenden Knöpfe. Mensch und Maschine sorgen zum Schluss dafür, dass diese mit einem Faden durch die Polster gezogen werden. Die verabschieden sich schließlich auf dem Förderband in Richtung Fertigungshalle.
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Live dabei, wenn Schicht um Schicht mit Hilfe von Wasserdruckschnitten, fleißigen Händen, Leimmaschinen und Lasern die Seitenwand entsteht und bereit gestellt wird |
Die Resteverwertung wird überhaupt groß geschrieben. "Das ist ökologisch, spart aber vor allem auch Kosten der Entsorgung!" Wohin mit den Styroporresten? Zerkleinern, pressen und einem der drei täglich anrollenden LKWs wieder mit zum Zulieferer geben! Wohin mit dem Abfallholz? Im Späneturm in feinste Teilchen raspeln und in den beiden Kraftwerken nebenan in Energie umwandeln!
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Jede Stunde wechselt das werdende Wohnmobil die Position und wächst zum wohnlichen Fahrzeug. |
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Wir wandeln durch das Ersatzteillager mit 30.000 Produkten, werden durch die Ausbildungshalle geführt und sehen, wie Metalle verschweißt und gebogen werden. Höhepunkt ist jedoch die Fertigungshalle, die einem Ameisenhaufen gleicht. Alle haben hier ihre Aufgaben an den rund 15 Stationen. Der werdende Wohnwagen wechselt alle 10 Minuten seinen Platz, erst mit der Laufkatze, dann per Hand, schließlich ganz langsam an der Kette. Wir stehen immer im Weg, denn was rechts noch vorfabriziert wird oder wie unser Polsterset schon bereit steht, wird links eingebaut. Jeweils 5 - 6 Personen stellen die Seitenteile auf, verlegen Kabel und Schläuche, bauen Schränke, Heizung, Küchenzeile, WC und Fenster ein, montieren Lampen, Haken und Rollos und hängen Gardinen auf. Alles wird schließlich geprüft, die Tür versiegelt, dann geht's ins Zwischenlager.
Die Geräuschkulisse in der Halle ist unglaublich. "Hier haben alle einen individuell passenden Gehörschutz!", so Peter Saal. Die Fertigungshalle für die Wohnmobile dagegen scheint in einen Dornröschenschlaf versunken zu sein - inklusive schlummernder Gesellen auf gerade eingebauten Fahrersitzen. Denn als wir diesen Teil des Werksgeländes endlich erreicht haben, ist bereits Mittagspause...
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