Vogelstimmen für Anfänger
mit Frank Harder
im Rahmen der "Naturerlebniswoche heimischer Tier- und Pflanzenwelt"
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Zunächst ging es an den Bahnschienen entlang. Dort gab es gleich die erste Sensation: Zwei Kiebitze kreisten aufgeregt über einem streunenden Hund herum. Warum sie nervös waren, sahen wir durch die Ferngläser: Zwei Jungvögel zeigten sich gelegentlich im Schutz des Schilfs.
Dann wurde es schwierig für die ungeübten Ohren: Kohlmeise, Dorngrasmücke, Fitis und Zilpzalp wurden vom Experten erkannt. Die meisten beschlossen, sich den eingänglichen Gesang des Zilpzalps zu merken. "Der ist einfach, der singt seinen Namen!"
Klar erkennbar waren auch die Kanadagänse, die lauthals über uns hinweg zogen. "Die sind hier erst heimisch, seitdem Herr Mordhorst sie im Schrevenpark und im Freilichtmuseum Molfsee angesiedelt hat. Jetzt gibt es sie in ganz Schleswig-Holstein!"
Ín den Knicks des Drammenweges dominierten Amseln, Grasmücken, Kohl- und Blaumeise sowie Ringeltauben. "Buchfinken lernen ihren Gesang in einer bestimmten Phase. Da kann man ihnen alles mögliche beibringen! Auch Amseln und Singdrosseln sind lernfähig und imitieren Gesänge, die sie hören - z. B: Klingeltöne! Und hier ist die Badewanne für die Grünfinken!" Doch kaum kamen wir, stoben sie auch schon wieder von dannen
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Beim Heidenberger Teich gab es diverse Möwenarten, auf den Feldern verschiedene Krähen. Eindrucksvoll präsentierte sich dann eine Goldammer - erst mit ihrem Gesang, dann mit ihrem "Sitzfleisch". So konnten wir das hübsche Aussehen und den eindeutigen Gesang gut zuordnen. "Für ihre Jungen zerquetscht sie zunächst die Insekten, bevor sie sie verfüttert!"
Kurz vorm Ziel wurde noch eine Stockente gesichtet. Die war besonders für die kleine Lisa interessant - denn die hatte sie schon am Morgen bei der Expedition "Leben im Dorfteich?!" gesehen. Was man wieder erkennt, hat eben einen besonderen Reiz! Und so werden auch wir nach dieser Tour ein paar Arten mehr eindeutig erkennen - und bei anderen wieder zweifeln. Beruhigend, wenn auch Frank Harder zugibt: "Im Frühjahr muss man sich erst mal wieder reinhören!" Aber dann kommen schnell mal 30 Arten in der kurzen Zeit zusammen, unglaublich!
