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Aufschlussreich und vielschichtig war das Gespräch mit Zeitzeugin Rosa Wallbaum zum Thema Nationalsozialismus am 12. Mai 2006 im Haus der Kirche. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Aktionstage politische Bildung statt. Etliche Interessierte zwischen 13 und 80 Jahren kamen, um sich zu informieren, eigene Erlebnisse einzubringen und Fragen zu stellen. Rosa Wallbaum, 90 Jahre alt, schilderte ihr Leben vor und während der Hitler-Zeit: |
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Wie sie als Kind die Gespräche der Erwachsenen aufsaugte, so dass sie ab 1933 wusste, dass sie außer Haus niemals kritisch über das Regime reden durfte. | |
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Wie sie selbstbewusst am Hilfspolizisten vorbeigegangen ist, um in einem jüdischen Geschäft in der Holstenstraße ihren geänderten Mantel abzuholen. | |
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Wie selbst ihr kritisch eingestellter Vater ihrem Bruder nicht geglaubt hat, als der von den Vergasungsmethoden in den Konzentrationslagern erzählte. | |
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Wie ihr Vorgesetzter ihre Tränen nicht verstehen konnte, als sie bei der "Rede des Führers" erfuhr, dass 10.000 Soldaten gefallen waren. | |
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Wie ihr
vierjähriger Sohn sich weigerte, sich beim Fliegeralarm auf den Weg in den
Bunker zu machen, weil er den Nebel der eingesetzten Nebelmaschinen nicht
vertrug. |
| Eingestreute Daten und Fakten zum politischen Hintergrund waren dabei so präsent, dass man kaum glauben konnte, dass diese Ereignisse schon über 60 Jahre zurückliegen. Äußerungen eines Teilnehmers, die von niemandem sonst geteilt wurden, zeigten aber, wie wichtig es ist, immer wieder auf die Methoden und Gefahren eines totalitären Staates hinzuweisen. | ![]() |