Kräuter und Gehölze

"Hilfe, wo soll ich hintreten? Jetzt ist ja alles wertvoll hier!"

Kursleiterin Dr. Heinke Marxen-Drewes hatte gerade auf der Radebrücher Wiese die Unterschiede zwischen 4 Kleearten gezeigt, den Wiesenfuchsschwanz herumgegeben und die Widerstandsfähigkeit des Breitwegerichs erklärt. Während die Erwachsenen den niedlichen "Kleinen Wiesenknopf" bewunderten, grub Théo eine wilde Möhre aus.

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Tja, und wenn man dann wieder zurück auf den Weg will, ist eben plötzlich alles Grüne wertvoll! So ging es allen 11 Interessierten, die an dem Spaziergang durch Melsdorf im Rahmen der Aktionswoche "Naturerlebnis heimischer Tier- und Pflanzenwelt" am 13.05.2007 teilnahmen. Dank der Förderung durch die Akademie für Natur und Umwelt des Landes Schleswig-Holstein konnte die Veranstaltung kostenlos durchgeführt werden.

Nach einer kurzen Einführung in der Grundschule ging es gleich los: Ist das eine Sommer- oder eine Winterlinde? In der Mitte des Schulhofes steht eine Sommerlinde, zu erkennen an den eher weißen Krümelchen auf der Blattunterseite. Am Parkplatz stehen Winterlinden mit braunen Stellen.

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Neulinge und Naturliebhaber erfuhren eine Menge Wissenswertes, beispielsweise:

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Efeu entwickelt seine typischen Blätter nur im Schatten. Die Blätter in der Sonne sehen ganz anders aus. Der Efeu blüht spät im Herbst und trägt im Frühjahr die Früchte.

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Wer Knoblauchrauke in den Salat schnippelt, kann sich am nächsten Tag in Menschenmassen trauen.

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Weißdorn gibt's mit einem oder mit zwei Griffeln.

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Die reifen Dolden des Holunder in Pfannkuchenteig tauchen und ausbacken - hmm!

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Das gelbe Schöllkraut gehört zu den Mohngewächsen und soll gegen Warzen helfen.

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Die Blätter der Stieleiche haben im Gegensatz zur Traubeneiche keinen Stiel; aber die Eicheln - daher der Name.

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Die kleinen weißen Kügelchen des Scharbockskrauts sind sehr vitaminreich.

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Schmetterlingsliebhaber sollten die Brennnesseln in ihrem Garten stehen lassen. Ein fester Griff verhindert die üblichen schmerzhaften Folgen bei einer Begegnung.

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Der Flutende Schwaden kann auf die andere Uferseite wachsen.

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"Kletten" gibt es zwei: Das feine rankende Klettenlabkraut und die große mit den rhabarberähnlichen Blättern.

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Aber wie sollte man sich all die neuen Namen merken?

Frau Dr. Marxen-Drewes hatte vorausschauend die zu erwartenden Pflanzen aufgelistet und jedem ausgedruckt. Außerdem konnten alle versuchen, die gesammelten Zweige und Kräuter zuzuordnen.

Mit einem Klick können Sie das Foto vergrößern und mitlesen!

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Fazit: Die Natur ist schön. Und noch schöner ist sie, wenn man sie kennt!

 

Und zu guter letzt noch ein paar Eindrücke von der Exkursion zu den Knicks am 25.05.2008: