
Angela Ostermann, Südring 16,
24147 Klausdorf,
Telefon 0431 - 2403211
Heilpraktikerin – Klassische Homöopathie - Akupunktur
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Eindrücke über den Vortrag am 11.02.2008
von Beate Stuhr
Gründer
der Homöopathie: Samuel
Hahnemann wurde 1755 in Meißen geboren. An der Universität Leipzig absolvierte
er sein Medizinstudium. Seinen Lebensunterhalt verdiene er sich mit Übersetzungen
englischer Fachbücher ins Deutsche. Bei einer dieser Übersetzungen kam der zündende
Gedanke. In einer Übersetzung wurde die therapeutische Indikation von
Chinarinde bei Wechselfieber
abgehandelt. Hahnemann stellten die Erklärungen nicht zufrieden und er nahm
einen Selbstversuch vor. Dieser galt als die Geburtsstunde der Homöopathie.
Was
ist Homöopathie: Der Begriff Homöopathie
stammt aus der griechischen Sprache und kann mit „ähnliches
Leiden“ übersetzt werden. Das heißt, dass in der Homöopathie eine
Erkrankung mit kleinen Mengen eines Naturstoffes behandelt wird, die am gesunden
Menschen, in größerer Dosis verabreicht, zu genau den Symptomen führt, wie
sie für die Erkrankung charakteristisch sind. Dieses ist eines der
Grundprinzipien der Homöopathie, die
Ähnlichkeitsregel.
Die
Erstanamnese: Grundsätzlich
unterscheidet sich die Behandlung eines Kindes nicht von der Behandlung eines
Erwachsenen. Allerdings muss der Therapeut tausend Antennen haben, um das
Verhalten des Kindes mit in die Diagnose mit einfließen zu lassen. Da es in der
Homöopathie nicht „die Krankheit“ gibt,
sondern den „kranken Menschen, ist
es wichtig ein Gesamtbild des Patienten zu bekommen. Gefragt, bzw. beim Kind
wird geschaut, nach geistigen Symptomen. Ist das Kind aggressiv oder ruhig, schüchtern
oder neugierig, ist es ängstlich, hat es schwitzige Hände usw. Es sind gerade
die Symptome wichtig, die diesen Patienten von allen anderen mit der gleichen
Erkrankung unterscheiden. Dieses ist das zweite Grundprinzip in der Homöopathie,
die Individualität. Denn
kommen 10 Patienten mit Husten zum Schulmediziner, erhalten wahrscheinlich alle
10 ein Hustenmittel mit dem gleichen Wirkstoff, in der Homöopathie würde
sicherlich jeder ein anderes Mittel bekommen, individuell nach seinen Persönlichkeitsmerkmalen.
Ganz
wichtig bei der Befragung sind auch die körperlichen Symptome. Sind die
Schmerzen stechend, hämmernd oder klopfend. Bessern oder verschlechtern sich
die Symptome bei Wärme oder Kälte, bei Ruhe oder Bewegung, bei Tag oder Nacht.
Ganz wichtig bei der Behandlung von Kindern ist die Frage, wie die Schwangerschaft verlief, wie die Geburt war und wie das Verhalten des Kindes in den ersten Wochen/ Monaten seines Lebens. Frau Ostermann brachte dazu zwei beeindruckende Beispiele.
Der
Umgang mit homöopathischen Mitteln:
In der Homöopathie werden
pflanzliche, tierische, mineralische und chemische Arzneimittel verwendet, die
es in unterschiedlichen Verdünnungen gibt. Da die Wirksamkeit mit zunehmender
Verdünnung zunimmt, bezeichnet man sie als Potenz. Das Potenzieren
ist der dritte Pfeiler in der Homöopathie. Es gibt die C und die D Potenzen, die
C Potenzen arbeiten auf geistiger
Ebene, die D Potenzen auf körperlicher
Ebene. Die Potenzhöhe liegt an den Erfahrungen des Therapeuten, für den Laien
sind D 6 und D
12 Potenzen zu empfehlen. Oft reicht eine einmalige Gabe von 5 Globulis.
Eine längere Einnahme über 14 Tage sollte niemals erfolgen, da sonst
eine Umkehrung der Wirkung erfolgen kann.
Die
homöopathischen Mittel, in der Regel Globulis (kleine Zuckerkügelchen, die mit
dem Wirkstoff besprüht werden), werden über die Mundschleimhaut aufgenommen.
Man sollte nichts anderes im Mund haben, deshalb sollte die Einnahme eine ½
Stunde vor bzw. nach dem Essen erfolgen. Säuglingen und Kleinkindern kann man
die Kügelchen am besten nachts unter die Zunge oder zwischen Unterlippe und
Unterkiefer stecken. Während einer homöopathischen Behandlung niemals
Pfefferminze zu sich nehmen, dieses hebt jegliche Wirkung auf. Homöopathische
Arzneien immer mit einem
Plastiklöffel einnehmen. Kühl und trocken lagern. Eine Haltbarkeitsdauer gibt
es nicht.
Wir
haben an diesem Abend viel über die Homöopathie erfahren, und Frau Ostermann
hat Tipps für die Erste Hilfe bei den typischen Erkrankungen des Kindes
gegeben: Welche Mittel kann man bedenkenlos verabreichen bei Ohrenschmerzen,
einem plötzlich beginnenden Infekt, bei Insektenstichen, Augenverletzungen,
Verstauchungen oder Verbrennungen u.v.m. Aber auch hier gilt, beobachten und
erfragen Sie immer genau die Symptome Ihres Kindes. Das eine
Mittel gegen xy gibt es nicht, denn jeder Mensch ist ein Individuum.