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Goethe-Lieder im Schiller-Jahr |
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Burghilt
von Studnitz, Mezzosopran
Hella
Sperschneider, Piano
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Freudvoll Und leidvoll, Gedankenvoll sein, Hangen Und bangen in schwebender Pein, Himmelhoch jauchzend, zum Tode betrübt - Glücklich allein Ist die Seele, die liebt. |
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Als Melsdorfer i-Tüpfelchen war der Liederabend am 21.10.2005 im Haus der Kirche angekündigt worden. Und das ist er mit Sicherheit gewesen. Mit 20 Personen war der Vortrag überraschend gut besucht, denn Lieder zählen selbst bei Klassik-Liebhabern nicht zum Standard-Repertoire. Im ersten Teil gab es allerdings auch relativ bekannte Stücke zu hören: Der König in Thule (Zelter), Freudvoll und leidvoll (Beethoven) sowie das Heideröslein und Gretchen am Spinnrad etwa (Schubert).
Wer ein Goethe-Gedicht liest, wird es in den meisten Fällen mit einem wohlwollenden "Aha..." quittieren. Zu fremd sind uns häufig schon die Formulierungen, um uns ganz in die beschriebenen Gefühlslagen hineinversetzen zu können. Die dargebotenen Vertonungen boten einem hier viel weitreichendere Möglichkeiten, die Texte wirklich zu verstehen. Die vom Komponisten bereits erdachte passende Musik gepaart mit der von Frau von Studnitz gewählten Art, die Zeilen sehr differenziert vorzutragen, ließen die Zuschauer förmlich mitjubeln und mitleiden. Sie litten im übrigen auch darunter, dass sie erst in der Pause ihrer Begeisterung freien Lauf lassen durften: "Ich würde ja so gerne klatschen, aber das will sie anscheinend nicht!", war nach dem zweiten Stück murmelnd zu hören.
In der Pause gab es anregende
Gespräche bei einem Glas Wein oder Saft sowie Lob für die Darbietungen und die
herbstliche Dekoration. Die Vortragenden sammelten ihre Kräfte für den zweiten
Teil, der mit mit einer schalkhaften Vertonung des Gedichts "Das
Veilchen" (Mozart) begann und mit vier besonders anspruchsvollen
Mignon-Liedern (Wolf) sowie einer Zugabe endete. Auch hier wurde Burghilt von
Studnitz meisterhaft und einfühlsam von Hella Sperschneider begleitet. Sie
lobte nach dem Konzert den Flügel, der dank der Arbeit von Herrn Bronnmann an
diesem besonderen Abend ebenfalls "in bester Stimmung" gewesen war.