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Geplanter nächster Termin von "Kaffeehaus und Musik"
mit Andreas Bronnmann: Steht noch nicht fest! |
Für die meisten Musiker lieferte Johann Sebastian Bach das Fundament unserer Musik. Und so hatte Andreas Bronnmann, vielen als Organist im Kirchenkreis Flemhude bekannt, den Urvater aller klassischen Musik für den ersten Termin am 25. Januar 2009 ausgewählt. Aus dem Wohltemperierten Klavier spielte er das berühmte C-Dur-Präludium, fast allen als Gounods Ave-Maria-Fassung bekannt. Anhand der dazugehörigen Fuge erläuterte der Pianist den Aufbau einer Fuge und verdeutlichte, wo und wie Bach das Thema immer wieder einbringt oder variiert.
Begeisterung bei den 20 Zuhörerinnen und Zuhörern lösten aber auch die Eigenkompositionen von Andreas Bronnmann aus. Sie waren teilweise Adaptionen bekannter Melodien, teilweise komplett selbst komponiert. Der Künstler spielte sie wunderbar innig und perlend.
Neben den Ohren wurden auch die Augen mit einer winterlichen Schnee- und Eislandschaft auf den Tischen und natürlich auch der Gaumen verwöhnt. Die VHS musste nur noch die Rezepte für den Apfelkuchen und die Torte mit Nuss und Schuss nachliefern...
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Am 22. März stand Wolfgang Amadeus Mozart im Mittelpunkt. Andreas Bronnmann spielte und erläuterte die bekannteste Sonate (C-Dur) mit den drei Sätzen Allegro - Andante - Rondo: "Hier erscheint wieder das erste Thema, jetzt aber in einer anderen Tonart! - Und hier wandelt sich das Thema in Moll, hört sich also jetzt traurig an." So hörte man zum Schluss das Stück "mit ganz anderen Ohren". Passend zu Mozart gab es dieses Mal eine Wiener Schokoladentorte zur Tasse Kaffee an den frühlingshaft dekorierten Tischen.
Am 17. Mai schließlich gab es gleich im Anschluss an die Vernissage mit Bildern von Ilse Schneider-Laging Kaffee und Torten, Klönschnack und Unterhaltungsmusik. Dann lauschten alle andächtig den verträumten und verspielten Werken Chopins, die Andreas Bronnmann auf dem restaurierten Flügel besonders gut zur Geltung brachte, gerade auch in den ganz zarten Passagen - und erfuhren, dass Chopin sehr verärgert gewesen war, wenn Kollegen wie Liszt seine mühsam erarbeitete Notation nicht ernst genommen haben.
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Am 1. November gab es eine Kooperation mit der Gruppe "Wir für uns". Die hatte eine Ausstellung mit Bildern der Melsdorferin Heike Richter organisiert. So gab es Erläuterungen der Künstlerin zu ihren Werken, Kaffee und Kuchen und eine Einführung mit Musikbeispielen in das Werk von Franz Schubert. Die Moments Musicaux waren ehemaligen Klavierschülern noch gut bekannt.
2010 wurde die Reihe wegen des großen Zuspruchs fortgesetzt.
Am 7. März stand Felix Mendelssohn-Bartholdy im Mittelpunkt. Einigen waren die ausgewählten fast meditativen Stücke des Romantikers ein wenig zu langweilig, andere genossen das bewusste Abschalten.
Der 2. Mai war wieder ein Kombi-Termin. Dieses Mal fand kurz zuvor die Vernissage des Kurses "Chancen der Fotografie" statt, bevor die stolzen Fotografen, ihre Angehörigen und die sonstigen Gäste im floral geschmückten "Café" Platz nahmen. Dieses Mal hatte Pianist Andreas Bronnmann sehr bekannte Stücke von Ludwig van Beethoven ausgewählt: "Für Elise" und die "Mondscheinsonate" kannte jeder, die Hintergründe zu den Stücken und zum Leben Beethovens die wenigsten. Höhepunkt war die souverän dargebotene bombastische "Appassionata" - ein Stück im typisch wuchtigen Beethoven-Sound und verflixt schwer zu spielen. Das hätte ein guter Schlusspunkt sein können. Doch Bronnmann setzte noch einen drauf. Zur Überraschung - auch der VHS-Leitung - präsentierte er die Sängerin Alice Fiur. Sie sang, am Klavier begleitet, das wunderschöne schlichte und doch raffinierte und ergreifende Lied "Ich liebe dich", natürlich ebenfalls von Beethoven. Ein gewagter, aber passender Kontrast zur Appassionata - und eine wirklich bezaubernde überraschende Zugabe!
Am 7. November brachte Andreas Bronnmann ausschließlich eigene Kompositionen zu Gehör. Die Vielfalt war groß: Vom flotten Boogie Woogie über Choral-Variationen zu verträumten Walzern, von Stilrichtungen à la Mozart oder Chopin bis zu Léhar, von Frühwerken bis zu gerade erst variierten Stücken war alles dabei. Dabei begeisterten sowohl die vielen perlenden Läufe als auch die ausdrucksstarke Interpretation. Erklärungen des Komponisten, eine aufwändige Herbstdekoration und das vielfältige Kuchenbüfett rundeten den allseits gelobten Nachmittag ab.

2011 wurde die Reihe fortgesetzt. Den Anfang machten am 30. Januar die Apfelsinger anlässlich ihres 5-jährigen Bestehens. "Wir singen alle alles!", verkündeten sie. Und das zeigte sich auch im abwechslungsreichen Programm, das die engagierte Chorleiterin Burghilt von Studnitz zusammen gestellt und moderiert hat. Vom selbstgedichteten Apfelsinger-Erkennungslied über "Dat du mien Leevsten büst" zu "Morning has broken" begeisterten die bekannten Melodien. Aber auch ein anspruchsvoller vierstimmiger Satz, aufgebaut aus Faust-Zitaten, wurde von den offenen Zuhörerinnen und Zuhörern aufmerksam verfolgt. Ein Schwerpunkt der kleinen Truppe liegt in eher unbekannten Kanons wie "Im Falle, Falle, Falle". Alle Stücke wurden sehr ausdrucksstark vorgetragen, besonders das italienisch-deutsche augenzwinkernde "Signor Abbate". Wie herrlich leidend baten da die "kranken" 8 Frauen und 3 Männer um Beistand, um dem Kommen dann forsch-fluchend Nachdruck zu verleihen! Geigen, Klarinetten, Trompeten, Pauken und Hörner erklangen schließlich im Quodlibet " Das Orchester", bei dem am Ende alle gerne mit einstimmten. Andreas Bronnmann, der schon zuvor mit wunderschönen langen Improvisationen für den klanglichen Hintergrund des Kaffeehauses gesorgt hatte, lieh dem Chor erneut seine Stimme oder seine zwei Hände. So galt der Applaus am Ende allen.
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Weiter ging es am 3. April mit Pannacotta-Torte, Eierlikörtorte, Heidelbeerkuchen und Quarkbällchen. Dazu stimmte Andreas Bronnmann bereits mit frei fantasierten Fugen in Moll und Dur auf das Thema des Nachmittags ein, bevor er dann anhand von Beispielen aufzeigte, dass nicht nur Johann Sebastian Bach und seine Zeitgenossen die Kunst der Fuge beherrschten, sondern dass diese musikalische Gestaltung in freierer Form auch z. B. von Mozart verwendet wurde, so etwa in der Ouvertüre zur Zauberflöte und im letzten Satz der Jupitersinfonie. Natürlich gab es auch komplette Werke zu hören: Zwei Fugen aus dem Wohltemperierten Klavier von Bach sowie ein selbst komponiertes Werk des Pianisten.
Der Kaffeehaus-Termin in 2011 war am 23. Oktober mit Werken aus der Spätromantik. Dieses Mal überraschte Andreas Bronnmann mit unterschiedlichen Stücken, die wieder für Bewunderung und Gänsehaut sorgten. Beim wuchtigen Rachmaninow-Satz fiel gleich ein Deko-Kranz zu Boden - anschließend hätte man aber jede Stecknadel fallen hören können. Das galt auch beim bekannten "Clair de lune" von Claude Debussy. "Dieses Stück ist nicht geerdet wie der Rachmaninov eben, sondern ganz hat die Schwerkraft schon überwunden, ist ganz zart und transparent!", stimmte der Pianist zuvor in die Mond-Stimmung ein. Es folgte ein eigens nach der Orchesterfassung arrangiertes Stück von Franz Liszt: Der heilige Franzsikus von Paul, auf den Wassern gehend. Man konnte wunderbar hören, wie dieser dank Gottvertrauen den Weg über das bewegte Wasser meistert. Zum Schluss brachte Bronnmann das letzte Stück aus "Ma mère l'oie" zu Gehör. Es war ein weiterer gelungener Sonntagnachmittag, nicht zuletzt auch wohl dank der After-Eight-, Kiwi-Schmand- und Kuhfleckentorte, die gut gemundet haben müssen - denn es blieb kaum ein Stück übrig...
Die Tradition wurde 2012 fortgesetzt. Der 5. Februar stand ganz im Zeichen der Walzerseligkeit. Dieses Mal gab es viele bekannte und beliebte Melodien alter Meister, aber auch eine Eigenkomposition zu hören. Die VHS hielt wieder ein großes Torten- und Kuchenbüfett, Kaffee und Tee parat. Alles konnte beim Plausch und Musikgenuss an nett gedeckten Tischen genossen werden - fast wie im Wiener Kaffeehaus!
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